#24 - Vom Vortrag zur Verhandlung: Wie Coaching deine Wirkung wirklich verändert

Shownotes

In dieser besonderen Episode des Voice of Excellence Podcasts trifft Expertin Wiebke Huhs auf einen langjährigen Coachee aus der Praxis: Dr. Hannes Dobler, Vice President Sales & Marketing in der Medizintechnik.

Gemeinsam mit Carolin Staab sprechen sie darüber, was Präsenz wirklich ausmacht – und warum es beim Auftreten nicht nur um Lautstärke oder eine „gute Stimme“ geht, sondern um ein Zusammenspiel aus Körper, Haltung, Fokus, Sprache, Authentizität und innerer Ruhe.

Hannes erzählt, wie er über ein scheinbar unscheinbares Seminar („Body and Voice Wellness Day“) zu Wiebke gefunden hat und warum ihn vor allem eine Frage nicht mehr losgelassen hat: Warum betreten manche Menschen einen Raum – und sind sofort da, während andere kaum wahrgenommen werden?

Im Gespräch geht es um konkrete Learnings aus jahrelangem Mentoring: Präsentationen, Reduktion auf den Punkt, Präsenz bis „in die 11. Reihe“, Verhandlungen auf mehreren Ebenen und Situationen, in denen ein klarer Tonwechsel („Tone Drop“) plötzlich entscheidend wird. Besonders spannend: Hannes berichtet von einer filmreifen Multi-Millionen-Verhandlung in Montreal – und wie das Training ihm geholfen hat, in Druckmomenten klar zu bleiben, Grenzen zu setzen und trotzdem authentisch zu wirken.

Diese Folge ist ein Praxis-Deep-Dive für alle, die präsentieren, verhandeln, führen oder einfach klarer und präsenter kommunizieren wollen – beruflich wie privat.

Shownotes

In dieser Episode erfährst du:

  • warum Präsenz mehr ist als Stimme und Lautstärke
  • wie Hannes über einen Body and Voice Wellness Day zu Wiebke kam
  • warum manche Menschen einen Raum betreten und sofort wahrgenommen werden
  • was es bedeutet, „bis in die 11. Reihe“ zu wirken
  • warum Reduktion und Klarheit oft mehr Wirkung haben als „mehr Inhalt“
  • wie Coaching von Präsentation zu Verhandlung und Mindset führen kann
  • welche drei Verhandlungsebenen es gibt (Best Buddy, Sachebene, Bad Ass)
  • was der Tone Drop ist und wann du ihn brauchst
  • wie innere Ruhe und Fokus deine Performance verändern
  • warum Präsenz auch beim Zuhören entscheidend ist
  • weshalb Authentizität im KI-Zeitalter wichtiger wird
  • was Wiebke bei unterschiedlichen Persönlichkeitstypen im Coaching erkennt
  • warum Standard-Techniken ohne Persönlichkeit schnell „nach Schule“ klingen
  • wie du aus Daten und Expertise eine spannende Story machst (statt aufzuzählen)
  • warum Kommunikation eine Grundkompetenz fürs ganze Leben ist

Timestamps

00:01 Begrüßung und Vorstellung: Wiebke Huhs und Dr. Hannes Doppler 01:17 Wie lange Hannes schon im Coaching ist 02:01 Wie Hannes Wiebke gefunden hat (Body and Voice Wellness Day) 02:40 Erste Aha-Momente: Stimme ist ein Ganzkörper-Thema 03:30 Präsenz: Warum manche Menschen sofort wirken 05:09 Präsentieren ist mehr als laut sein 05:52 Warum Hannes ins Coaching zurückkam (Vorträge, Gruppen, Wirkung) 07:51 Auf den Punkt kommen und Präsenz aufbauen 08:12 Hannes’ Themen: Medien, Internet, Authentizität und Spiritualität 09:47 Innere Ruhe, Spiel und Performance 11:06 Warum Hannes weitergemacht hat: Mentoring, Verhandlung, Tiefe 12:41 Die Montreal-Verhandlung: Multi-Millionen-Deal unter Druck 15:09 Drei Ebenen in Verhandlungen erklärt 15:52 Tone Drop: Klarer Tonwechsel ohne Drama 16:21 Ergebnis und echte Anwendung in späteren Situationen 18:42 Was Coaching wirklich verändert (Körper, Blick, Haltung, Mindset) 20:20 Authentizität statt „Performance spielen“ 23:05 Präsenz als Schlüssel in Gesprächen (auch als Zuhörer) 25:07 KI und Präsentation: Was Tools nicht ersetzen können 26:17 Nächste Schritte: Kommunikation im Privaten 27:03 Kritik mit Humor: „Voice“ im Marketing vs. Performance 28:36 Empfehlung: Kommunikation als Basisskill für alle 30:21 Carolins Einordnung: Größe ist, sich coachen zu lassen 31:16 Wie Wiebke Coaching individuell an Persönlichkeit anpasst 37:25 Expertenproblem: Reduktion und Einstieg, der wirklich zieht 40:07 Authentizität und Einzigartigkeit statt Standard-Schule 41:17 Wo du Wiebke findest und wie du Kontakt aufnimmst 43:00 Abschluss und Verabschiedung

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Transkript anzeigen

00:00:05:

00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zum Voice of Excellence Podcast.

00:00:13: der

00:00:13: Podcast für dein einzigartiges Sprechen und Auftreten.

00:00:16: Mein Name ist Karo, ich bin Weimar Deinhos und ich freue mich riesig, dich heute in dieser Sonderfolge begrüßen zu dürfen.

00:00:23: Wir haben heute nämlich nicht nur unsere Expertin Wiebgerus bei uns im Podcast, ihr kennt sie, sie ist Kino-Speakerin, Stimmung Performance Coach, Journalistin und als ob das nicht schon genug wäre, ist sie auch noch Opern- und Konzertsängerin.

00:00:37: Und wir haben heute noch einen weiteren Gast und zwar ist das Dr.

00:00:41: Hannes.

00:00:43: Er ist Vice-Präsident auf Sales & Marketing bei einem Medizintechnik-Unternehmen in Pforzheim.

00:00:49: Und wir sprechen heute tatsächlich um genau das Thema, nämlich sprechen und auftreten und über seine Erfahrungen im Coaching und vor allem im Präsentieren von Präsentationen.

00:01:01: Und ich sage erst mal herzlich willkommen, liebe Wiebke.

00:01:04: Herzlich willkommen, lieber Hannes.

00:01:06: Hallo.

00:01:08: Freut mich.

00:01:09: Ja, ich habe es ja gerade schon ein bisschen eingeleitet und schon erzählt.

00:01:13: Und ich würde sagen, Wiebke schießt doch einfach mal los mit dem Thema.

00:01:19: Also, der Hannes ist wirklich, muss ich jetzt sagen, der Kunde, der am längsten bei mir ist.

00:01:25: Also, wir sind jetzt schon echt einige Jahre miteinander verbandelt und laufen sozusagen immer mal wieder auch mit Löchern, aber wir laufen sozusagen konstant jetzt eigentlich.

00:01:36: Weißt du, wie viele Jahre wir jetzt schon miteinander arbeiten?

00:01:39: Oh, das muss fünf, sechs Jahre, hast du es irgendwie dokumentiert?

00:01:44: Ich habe es echt gesucht und dann habe ich aber den allerersten Workshop, wo wir uns kennengelernt haben, nicht mehr gefunden.

00:01:50: Also auf jeden Fall erst mal herzlichen Dank für die Treue und die Loyalität.

00:01:55: Und vielleicht am Anfang die Frage, wie bist du denn damals eigentlich überhaupt auf mich aufmerksam geworden?

00:02:02: Ja, das ist eine spannende Sache.

00:02:04: Es war glaube ich irgendwo eine kleine unscheinbare Werbung irgendwo und ich hatte noch ein Geschenk für meine Frau gesucht, dazu Weihnachten, die immer wieder mal sagte, singen und Stimme und so würde ich mal gerne und da hattest du ja so ein Art Tagesseminar angeboten zum Thema Körper und Stimme und wie das zusammenhängt.

00:02:29: Ganz unscheinbare Sache, aber der Tag, der hat es dann in sich.

00:02:35: Ja, das war der Body and Voice Wellness Day.

00:02:37: Erzähl mal, in wiefern hatte der es in sich?

00:02:41: Ja, da waren für mich und auch für meine Frau einige Aha-Effekte drin, die wir immer wieder so mal aufnehmen und uns gerne daran erinnern.

00:02:52: Also ich weiß noch, du hast ja schon stark mit dem Thema Stimme angefangen und da denkt man vor allem, die Stimme sitzt irgendwo hier und man muss sich da anstrengen.

00:03:03: Töne rausquetschen.

00:03:05: Und wenn man lauter oder wenn man gehört werden will, dann muss man da noch mehr drücken und so.

00:03:10: Und von diesem Ding hast du uns ja komplett weggebracht, also dass die Stimme nur hier sitzt, sondern dass es eine sehr, sehr ganzheitliche Sache ist, dass es mit dem ganzen Körper zunächst mal zu tun hat, von Kopf bis Fuß.

00:03:26: Und das ist auch natürlich, da kommen wir sicher später nochmal drauf, ganz viel mit Mindset und Einstellungen, wie ich an was ran gehe, zu tun hatte.

00:03:37: Das hast du in diesem netten Wellness-Tag, in dem wir uns ja echt auch bewegt haben und in dem Raum hin und her bewegt haben und geschrien und geflüstert haben und alle Töne versucht haben hinzukriegen.

00:03:51: Das hast du da sehr imposant mit uns mit so Übungen durchgeführt.

00:03:56: Das hat echt super Spaß gemacht.

00:03:58: Ich erinnere mich noch an Einfach auch dieses Thema der Präsenz, was mich immer wieder auch fasziniert in meinem Beruf, aber auch im Privatleben.

00:04:08: Wie können manche Menschen in einen Raum reinkommen und bam, die sind da.

00:04:16: Alle im Raum gucken auf denjenigen, der da reinkommt und der ist einfach präsent und da und wird wahrgenommen und andere können in den gleichen Raum reinkommen und raus und reingehen und keiner hat sie bemerkt.

00:04:30: Was da dahintersteckt, das hast du in dem Tagesseminar in imposanten Übungen und auch Lektionen ansatzweise mal beigebracht und das hat dann Lust auf mehr gemacht.

00:04:44: Ich erinnere mich noch, wir haben uns dann, glaube ich, ein Jahr später getroffen und eine Frau hatte damals in dem ersten Workshop erzählt, dass sie eigentlich nie zu Wort kommt neben dir.

00:04:54: Dass du immer einfach der Held bist und sie dann irgendwann einfach aussteigt, weil sie keine Chance hat.

00:05:01: Und ein Jahr später haben wir uns ja dann auf der Straße getroffen.

00:05:05: und weißt du, was du da noch gesagt hast?

00:05:07: Ah, nee.

00:05:09: Du hast gesagt, Wiebke, was hast du ihr dabei gebracht?

00:05:11: Ich habe mich nicht mehr zu Wort.

00:05:17: Ja, total spannend.

00:05:18: Das ist Thema Auftreten, Präsenz sein.

00:05:22: Und ja, deswegen hat ja das, was du da anbietest und was du mit mir mit den letzten Jahren gemacht hast, sehr viel mehr eben als nur mit der Stimme und Lautstärke oder sowas zu tun.

00:05:34: Was hatte ich denn?

00:05:36: überhaupt dann fasziniert weiterzumachen.

00:05:38: Wir hatten ja dann erst ein bisschen ein Loch und irgendwann bist du auf mich zugekommen.

00:05:42: Was war da der Anlass?

00:05:44: Und was hatte ich dann auch fasziniert?

00:05:46: zu sagen, okay, mit der mache ich jetzt noch mal weiter?

00:05:49: Ich weiß gar nicht, ob es so einen einzelnen Anlass gab, aber ich bin grundsätzlich viel am kommunizieren als Vertriebs- und Marketingleiter, sowohl intern als auch extern.

00:06:00: Und mit Kunden kommt es ja dann so oft vor, dass auch Kollegen sagen, ja, ich habe es doch dem Kunden gesagt und ich habe es ihm zehnmal gesagt und ist nicht angekommen.

00:06:13: Oder die Situation, dass man eben vor Leuten steht.

00:06:16: Ich glaube, das war dann auch damals so eher der Winkel, unter dem ich dann nochmal zu dir gekommen bin, da ich auch im... privaten Umfeld in einem kristlichen Gemeindezentrum aktiv bin, da öfters auch mal Vorträge halte und da so diese Mischung zwischen gut vorbereitet sein, Dinge auf den Punkt bringen und dann auch in so einen Vortrag reinzugehen.

00:06:43: Ich glaube, da haben wir dann angefangen, so an diesem Thema präsentieren, vor Leuten stehen, vor größeren Gruppen stehen, wie kann ich mich da drauf einstellen und dann eben auf den Punkt so, das hast du mir wunderbaren, vielen Facetten beigebracht, Punkte rüberbringen.

00:07:01: Und da erinnere ich mich ja auch an Beispiele, wo du dann auch gesagt hast du hast auch Menschen dann manchmal vor dir die professionell gelernt haben aufzutreten und du sitzt in der elften Reihe und du sagst das kommt nur bis zur dritten Reihe an und deine deine Schärfe deine Beobachtungsgabe und diese Die Gabel, das rauszukristallisieren, was ist jetzt der Unterschied?

00:07:28: Wenn das, wenn ein Redner nur, zwar gleich laut, wie der andere redet, aber du sagst, es kommt nur bis zur dritten Reihe an und wie schaff ich es, als bis zur elften Reihe ankommt?

00:07:39: Das hat mich fasziniert und da haben wir auch viele Übungen dann miteinander gemacht.

00:07:44: Ich weiß, ja, genau.

00:07:45: Das war auch immer so, dieses auf den Punkt zu gehen.

00:07:49: Erst mal drum rumtanzen oder auf Galops machen und so weiter.

00:07:54: Wir haben ja dann sehr intensiv gearbeitet, gerade auch an diesem Vortrag.

00:07:58: Vielleicht magst du mal sagen, um was geht dieses Thema?

00:08:01: Das liegt ja auch sehr am Herzen.

00:08:03: Ja gut, ich habe einen so ein Lieblingsthema.

00:08:05: Das ist das Thema Internet und elektronische Medien.

00:08:09: und wie gehen wir damit um?

00:08:12: und wie können wir in dieser Welt überflutet werden von Medien, von Informationen, von Schnipseln.

00:08:21: da den Fokus behalten.

00:08:22: Das ist so eines meiner Lieblingsthemen.

00:08:25: Sowohl im privaten, im beruflichen Umfeld auch das Thema fokussiert sein und dann eben auch in dem christlichen Gemeindezentrum, in der Zusammenspiel, mit dem Glauben, mit dem authentischen Leben in einer spirituellen Art und Weise diese Kombination.

00:08:44: Und ja, da hast du ja sogar auch mal drin gesessen in meiner Zuhörerschaft und mir mir Feedback gegeben und ich finde, das ist alles super wertvoll gewesen.

00:08:54: Diese Vorbereitungsphasen auf so Vorträge hin und wir hatten ja dann noch viele andere Auftritte von mir oder andere Gegebenheiten, kommen wir gleich noch drauf.

00:09:03: Diese Vorbereitung, auch dann dieses ja nicht nur fokussiert und auf dem Punkt sein, sondern dann auch irgendwo die innere Gelassenheit zu haben, dass das nicht wie rüber kommt, wie der Oberlehrer, der Auch vor Jugendlichen habe ich ja oft gesprochen, dann sagt, oh, Internet ist schlecht und böse, sondern auf eine authentische Art und Weise mit meiner Persönlichkeit dann zu kommen, da hast du mir auch ja ganz, ganz wertvolle viele Inputs gegeben.

00:09:31: Hast du also erreicht, was du wolltest, wenn du jetzt mal zurück schaust?

00:09:36: Doch, ich krieg viel gutes Feedback.

00:09:39: und wenn ich so auf diese Frage der inneren Gelassenheit, klar, man ist für jedem auftritt irgendwo ein bisschen aufgeregt und hat einen höheren Stresslevel, was ja auch zur Konzentration beiträgt, aber doch dann mit der nötigen Gelassenheit dann reinzugehen, sodass ich jetzt schon das Gefühl habe, ich kann mehr auch fast schon ein bisschen in das spielerische Reinkommen mit der Klaviatur.

00:10:08: der Rhetorik, des Auftretens, der Authentität, all diesen Facetten, fast schon Spielen oder Niosen rausarbeiten, das ist schon der Hammer, ja.

00:10:19: Und das habe ich durch dich gelernt.

00:10:20: Das ist schon faszinierend.

00:10:22: Und diese Palette, die, sagen wir sagen, die kennt man ja gar nicht, wenn man da nicht mit ihr arbeitet, dieses Riesenspektrum, was es da gibt.

00:10:31: Und dann auch natürlich lustig manchmal in die Beobachtung dann reinzukommen und andere zu beobachten, wenn man sagen könnte, ah, hier und hier und hier, könnte man noch ein bisschen was tun, aber... Versuche mich dann manchmal auch zurückzuhalten und nicht überall alles rauszuposaunen, alle Geheimnisse.

00:10:53: Hat sich das dann auch bewogen weiterzumachen, immer wieder, weil wir haben ja sozusagen immer wieder auch verlängert, wir haben Mentoring gemacht und so weiter und das Mentoring läuft ja auch immer noch weiter.

00:11:03: Was hatte ich dann bewogen, immer wieder weiterzumachen, weil man denkt ja dann auch so, ja, sie kommen nach einer Weile, muss ja eigentlich mal irgendwie gut sein.

00:11:10: Da habe ich jetzt nicht genug gelernt.

00:11:12: Was ist es denn, was dich dann sozusagen immer wieder fasziniert hat und wurde gesagt hast?

00:11:17: Noch mal eine Runde.

00:11:18: Ja, ja, ja.

00:11:19: Also, es war faszinierend.

00:11:20: Du hast dir dann immer wieder am Anfang gefragt, ja, was liegt gerade an?

00:11:24: Was war die letzte Gegebenheit?

00:11:26: oder was hast du vor, Hannes?

00:11:29: Und wie du dann Übungen aus dem Hut gezaubert hast oder nächste Schritte mit mir gegangen bist, dass hat ja einfach weiter das ganze ganze Thema viel weitergetragen.

00:11:44: Und ich sage dir ja immer wieder Voice oder in deinem Marketingauftritt, dich und deine Beratungsmöglichkeit nur auf die Stimme zu reduzieren ist eigentlich viel zu wenig.

00:11:56: Wir sind ja dann wirklich von dem Thema Auftreten, Vorträge halten, Seminare halten.

00:12:02: Irgendwann auch bei dem Thema Verhandlungen gelandet und du hast mich in großen Vertragsverhandlungen mitbegleitet in der Vorbereitung.

00:12:13: Und da habe ich immer wieder gesagt, wow, okay, noch einen Schritt, noch einen Schritt.

00:12:17: Und was hast du denn noch alles in Petto?

00:12:19: Das war schon super.

00:12:20: Und deshalb mich dann bewogen, weiterzumachen.

00:12:25: Gerade die Vertragsverhandlung, das ist jetzt vielleicht auch für andere noch mal spannend.

00:12:29: Vielleicht kurzer Hintergrund, du hattest ja, ihr habt ein Jahr schon an diesem Vertrag rumverhandelt.

00:12:34: Ja,

00:12:34: sehr, sehr lange, ja.

00:12:36: Und war schon auch, stand viel auf dem Spiel für unseren Multimillionen-Business für mehrere Jahre.

00:12:43: Und dafür gab es fünf Vertragsbausteine durch zu verhandeln.

00:12:49: Und ja, das Highlight war ja dann, als ich da ... mit dem Kunden mich in Montreal getroffen hat.

00:12:57: Das war also ein amerikanischer Kunde.

00:13:00: Wir haben uns sozusagen auf neutralem Boden in Kanada getroffen, mitten im Winter eisig kalt und dann fast schon ein bisschen wie in einem Film, in einem Hotel in Montreal, Downtown mit keinem Tageslicht, so typisch amerikanischer Meetingraum, ganz ätzend.

00:13:20: Und ich hatte mein Anwalt an meiner Seite dabei.

00:13:24: Mein Gegenüber hatte seinen Anwalt an seiner Seite dabei und dann waren die eigentlich in der Überzahl, weil noch eine Schriftführerin, die aber auf den ihrer Seite war, dabei war, wir fünf drei Tage eingeschlossen in diesem blöden Verhandlungsraum und so ein bisschen unter dem Druck entweder platzt das Ding und wir stehen auf.

00:13:48: und lass uns bleiben oder wir kriegen es durch.

00:13:51: Und diese Verhandlungssituation, die natürlich auch durch viele, viele Meetings vorbereitet worden ist und da sich hin entwickelt hat, aber das war dann so ein bisschen der Showdown, auf den du mich dann auch intensiv vorbereitet hast und wir die Situation mehrfach durchgespielt haben und das echt auch Spaß gemacht hat mit dir.

00:14:14: Du sagst, okay, alles Tritt mal zur Seite und dann kommen wieder vor die Kamera.

00:14:19: Wir haben ja dann auch viel online oder meistens online gearbeitet.

00:14:22: und erst recht noch mal großes Lob für dich, wie du dann trotz Internet und virtuellen Beisammensein diese Niosen meiner Stimme, meines Auftretens, meines Blicks aufgefasst hast.

00:14:38: und dann sagten wir, hast du noch mal alles?

00:14:41: Nee.

00:14:41: Glaub ich das nicht.

00:14:43: Fangen nochmal von vorne an.

00:14:46: Also vielleicht einfach für die, die nicht dabei waren.

00:14:50: Eigentlich bei Verhandlungen ist es wirklich wichtig, dass man sozusagen drei Stufen hat.

00:14:54: Die eine ist so, best body, alles easy-beasy, man unterhält sich.

00:14:59: Die zweite ist, hey, jetzt sollte man mal langsam zum Punkt kommen, um.

00:15:02: die dritte ist, er reicht's.

00:15:05: Und du hattest, mit welcher Stufe am meisten zu kämpfen?

00:15:09: Ja, ich denke, jetzt reicht es halt nicht einfach.

00:15:12: Auch im Hintergrund halt Wissendata steht ein Multimillionen-Geschäft auf dem Diskussion.

00:15:19: da dann heim zu kommen und meinen Chefs zu sagen, nee, das wird nix, das wollte ich mir halt auch nicht geben.

00:15:27: Genau, aber das Schöne war natürlich, ich habe dann auch gesagt, du musst einfach diesen Badass durchhalten.

00:15:33: Es

00:15:33: ist nicht unbedingt das, dass man das selber irgendwie wüsst sagen muss oder so, sondern wir hatten ja dann einerseits das Englisch geschliffen und andererseits eben auch wirklich diesen Im Endeffekt den Tonfall geübt, also dieses okay, ganz gerade und jetzt geht nichts mehr und Schluss ist.

00:15:49: Und weißt du noch, wie die Geschichte nachher ausgegangen ist?

00:15:53: Ja, logisch.

00:15:55: Wir sind jetzt dabei.

00:15:56: Jetzt geht das Ganze in die Realität gerade.

00:15:59: Riesenautomatisierungsprojekt mit vielen Millionen Teilen, die wir produzieren werden.

00:16:05: Also total faszinierend ausgegangen.

00:16:07: Aber ich muss vielleicht die Zwischenschritte.

00:16:09: Es kam ein Happy End ganz am Schluss, aber wir hatten dann zwei Situationen.

00:16:14: auch dann kurz im Nachgang zu dem Montreal-Meeting, wo ich tatsächlich dann dieses Schwert gezogen habe und in wiebke manier, wie gelernt, gesagt habe, Feierabend, ich stehe vom Verhandlungstisch auf.

00:16:27: Also das war tatsächlich so krass.

00:16:30: Und es kam sogar dazu, dass der Kunde seinen Anwalt dann gefeuert hat.

00:16:36: Ich dann auch noch mal ein bisschen Reset gemacht habe und dann kamen wir langsam wieder zusammen, der Kunde hat mich angerufen, oh, Hannes, können wir noch mal sprechen?

00:16:47: und so.

00:16:48: Zum Schluss ist es geworden, aber tatsächlich dann auch den Mut zu haben, diese Eskalation zu durchlaufen und wie wir es ja dann auch gelernt haben, ernsthaft zu durchlaufen, sodass du in der Übung nicht sagst, Das war ja gar nicht ernst gemeint.

00:17:09: Das war schon cool.

00:17:10: Und ich glaube, dieses Training auch, was du dann mit mir gemacht hast, ist wirklich zu üben und nochmal, und nochmal, und nochmal, dann, dass man da solche Niancen rausarbeiten und auch lernen kann und dass diese, wie du sagst, mit dem Tonfall sogar notwendig ist, das nicht aus dem aus dem Stand raus zu machen, sondern dass man da gewisse Musste sogar einüben kann.

00:17:36: Ja, total, da haben wir total faszinierend.

00:17:39: Ich weiß noch, wir hatten dann immer wieder uns per WhatsApp geschrieben und nachdem du aus Montreal kamst, hat mich so gefragt, na wie war's?

00:17:47: Und dann kam so, na ja, war okay so, nach dem Motto, na, noch nicht ganz.

00:17:52: Und ich weiß noch, zwei Wochen später oder drei Wochen bekam ich von dir nur ein Text.

00:17:59: Wiebke, ich habe Nein gesagt und es hat sich gut angefühlt.

00:18:04: Und jetzt schnurren sie wie die Kätzchen.

00:18:06: Nein gesagt, genau das.

00:18:09: Das war schon da, haben wir echt.

00:18:11: Ja, und da im Prinzip die ganze Palette, dieses ganze Spektrum von... Körperhaltung, Stimme, Augenkontakt, Präsenz, innere Mindset und wie trete ich auf oder wie sicher fühle ich mich bis hin zu Sprache und Psychologie.

00:18:31: Also da muss ich dir ja immer wieder sagen.

00:18:34: Das ist eine Riesenbandbreite, die du da abdeckst und die du so professionell, aber auch mit viel Spaß rüberbringst.

00:18:43: Da kommt halt das alles zusammen, was man halt mal gelernt hat.

00:18:46: Ich bin ja niemand, der sehr, sehr gerne lernt.

00:18:49: Aber der Vorteil ist halt, durch journalistische hast du natürlich psychologische Gesprächsführung.

00:18:54: Du weißt auch, wie ziehst du jemanden die Daumenschrauben an, wenn du was wissen willst?

00:19:00: Und wie machst du das, dass er sich unwohl fühlt und verhasst bildt?

00:19:03: Auch sowas weiß man dann als Journalist bei Frage-Techniken und so weiter.

00:19:08: Aber das kommt natürlich ja auch zugute.

00:19:10: dass du wirklich sagst, okay, es ist das einerseits nicht das Schauspielerische, ich glaube, das ist so viel gesagt, sondern wirklich, dass du sagst, nein, du musst es in dem Moment ernst meinen.

00:19:19: Du musst nicht böse sein, du musst nicht grandig sein, aber du musst es ganz klar setzen, so, bang, und dann durchziehen und halten.

00:19:28: Und genau dieses Halten war auch immer, immer war irgendwo so ein kleiner Zappler, und ich sag, nein, es gilt

00:19:33: nicht.

00:19:34: Kein Schlucken,

00:19:36: nichts,

00:19:36: gar nichts mehr.

00:19:39: Und das hast du aber wirklich super gemacht.

00:19:41: War das so eines deiner Highlights, wenn du so jetzt mal zurückguckst von den Kunden?

00:19:45: Absolut, ja.

00:19:46: Also das war ja einfach wie gesagt vom äußeren Setting schon eine fast filmreife Situation.

00:19:53: Sag mal so vom äußeren Effekt auf jeden Fall das Highlight.

00:19:56: Aber was ich auch sehr an dir schätze, ist ja, dass wir auch an vielen Stellen sehr... sehr persönlich geworden sind und da verlasse ich mich und kann ich mich auch auf deine Verschwiegenheit verlassen.

00:20:11: Und bei dem persönlichen hat es ja ganz viel auch mit diesem Thema der Authentizität zu tun, wie vorher gesagt, wie komme ich nicht so gespielt rüber.

00:20:22: Und gerade, es war ja auch am Anfang so, wo wir Präsentationen geübt haben oder den Einstieg in die Präsentation, dass man so versucht sich aufzublasen.

00:20:31: und jetzt will ich aber euch mal was sagen.

00:20:34: Das ist sicher auch am Anfang gut, wenn man das irgendwie lernt, aber dann auch zu merken, jetzt hat man dieses ganze Spektrum irgendwo ein Stück weit gelernt oder zumindest kennengelernt und kann mit den Facetten spielen und muss dann nicht mehr spielen, sondern kann mit der vollen Gewichtigkeit oder auch Ehrlichkeit und der eigenen Person auftreten, ohne was spielen zu müssen.

00:21:00: Das ist eigentlich auch ein Highlight, mehr so ein inneres Highlight und Geheimnis dann.

00:21:06: Das ist halt, ich sage mal, manchmal muss man am Anfang nochmal so ein paar Stepstones einbauen, also jetzt nicht einbauen willendlich.

00:21:14: Ich meine, das kann man auch so schaffen, aber... Gerade wenn du sagst, okay, ich muss jetzt präsentieren und du hast ein gewisses Level, dann sagst du, okay, pass auf, dann mach es jetzt so.

00:21:24: Und ich erinnere mich ja auch, das war ja noch gar nicht so furchtbar lange, glaube ich, dass ich irgendwann zu dir gesagt habe, Hannes, jetzt bist du so weit, du brauchst es nicht mehr.

00:21:33: Stell es dir vor, komm da in Gedanken an und dann leg los.

00:21:38: Und das ist eben genau dieses, ich sag mal, das Professionelle, was du jetzt mittlerweile über all die Jahre natürlich auch... Ich sag mal, einverleibt hast.

00:21:47: Das ist ein Prozess.

00:21:50: Wenn ich gleich sagen könnte, ich bin voll da und ich bin super und ich bin sicher und alles, das war schön wär's.

00:21:57: Aber so dieses, okay, jetzt kann ich mir immer mehr vertrauen und ich weiß, der Körper kann das.

00:22:02: Und ich weiß, wenn ich das mir vorstelle, jetzt kann, das macht einfach jetzt so.

00:22:07: Ja, ich muss nicht mehr.

00:22:12: Was du am Anfang natürlich hast, ist klar.

00:22:15: Na, aber das ist ja cool.

00:22:18: Hättest du am Anfang gedacht, dass du solche Fortschritte machst?

00:22:22: Nee, überhaupt nicht, ja.

00:22:23: Wie gesagt, man stellt sich dann so vor bei dir als Opensängerin und Journalistin, ja, wie kann ich eine gute Rede fleifen, dass es vielleicht auch ein bisschen mehr ins Rhetorische geht oder wie halte ich dann eine Dreiviertelstunde durch, ohne mit der Stimme kratzig zu werden?

00:22:41: Aber dass wir so weiter reingehen, ein bisschen in Verhandlungen und Mindset und ja, dass es eigentlich überall anwendbar ist, auch das ist schon faszinierend.

00:22:54: Und jetzt, wenn du jetzt auch fragen würdest, wo kann man das anwenden?

00:22:59: Ich würde es mir an vielen Stellen, geht es mir manchmal so, oh, dem würde ich das mal gerne wünschen und manchmal empfehle ich dich auch weiter.

00:23:06: oder manchmal kann man dann auch entsprechend darüber, wo man merkt, wie viele Menschen auch und da komme ich vielleicht fast so wieder ein bisschen in das Thema Internet und elektronische Devices.

00:23:17: in sich so verkrümmt sind und so wenig nach außen gucken, nur in ihrer eigenen Kopffelder sich bewegen, auch da, mit dir da zu lernen, nach außen zu gucken und man kann trotzdem noch innerlich nachdenken oder überlegen, was sage ich als nächstes, aber dieses Thema Präsent auch in Gesprächen, wie schnell schweift man ab, wie schnell denkt man an was anderes, wie schnell trifft man komplett weg und auch da das Thema Präsenz zu lernen, selbst sogar, drehe ich es jetzt rum, im zuhören, dass man merkt, Gespräche können auch sogar ineffizient sein, nicht nur wenn der Redner nicht die Dinge auf den Punkt bringt, sondern ineffiziente Gespräche, weil der Zuhörer, nicht fokussiert, zuhört.

00:24:09: Ja, und da haben wir auch viele Gespräche gehabt, bis in die Psychologie der Gesprächsführung rein.

00:24:14: Also ja, faszinierend.

00:24:16: Das ist, glaube ich, auch heutzutage, gerade mit KI und allem, was alles sozusagen jetzt perfekt präsentiert.

00:24:22: Also ich sage mal, du kannst ja heute Gamma sagen, mach mir eine Präsentation zum Thema XYZ, dann hast du mit Perplexity irgendwie vorher die Recherche gemacht, sagst JGPT, du schreib mal so, das klingt wie ich, und dann haust du es raus.

00:24:37: Und ich sag, da glaube ich, eine der Hauptfaktoren jetzt heutzutage ist diese Authentizität und diese Menschlichkeit und dass du die Leute halt einfach wirklich mit der Persönlichkeit packst.

00:24:48: Bin ich vollständig der Überzeugung.

00:24:51: Fast sogar.

00:24:52: Ja, das können wir noch philosophisch werden, dass es irgendwann zwei Menschengruppen geben wird.

00:24:57: Die einen, die ihr Gehirn komplett runtergefahren haben, weil sie sich nur noch auf die Tools verlassen.

00:25:03: Und die anderen, die sich diese Empathie und was wird alles gesprochen haben, Fähigkeit zu einem Dialog bewahrt haben oder vielleicht sogar daran gearbeitet haben.

00:25:16: Was sind deine nächsten Steps?

00:25:18: Wenn du dich jetzt so, du, du, du entwickelst dich ja auch gerne immer weiter.

00:25:22: Was sind so deine, was sind so deine nächsten Steps, die du vor hast?

00:25:26: Oh, das ist eine gute Frage.

00:25:28: Da habe ich Da habe ich jetzt noch gar nicht so eine Zieleliste, aber ich glaube, es geht tatsächlich noch mehr auch ins Persönliche, weil man das so oft eben auch beobachtet, selbst mit meiner Frau oder in der Familie.

00:25:45: Ah, jetzt hast du wieder nicht zugehört.

00:25:46: Ah, jetzt hast du den anderen dominiert und nicht ausreden lassen.

00:25:50: Also diese Feinheiten der menschlichen Kommunikation, die faszinieren mich weiter.

00:25:56: Und da habe ich, glaube ich, noch eine ganze Menge weitere Luft nach oben an mir zu arbeiten und zu lernen und zu beobachten und auch mit ihr weiter Dinge zu entwickeln.

00:26:08: Vielen, vielen Dank.

00:26:09: Jetzt muss ich mich jetzt aber auch mal fragen, gibt es gar nichts?

00:26:12: Also du lobst mich in höchstem Tön, ich freue mich riesig.

00:26:15: Aber gibt es gar nichts, was dich ankotzt?

00:26:21: Nee, also klar, du hast manchmal genervt, so nach dem Motto Hannes.

00:26:26: Jetzt tritt noch mal zur Seite und fang noch mal von vorne an.

00:26:29: Mist, das hab ich mich so angestrengt.

00:26:33: Aber das ist ja auch das spielerische, was dann wieder Spaß gemacht hat.

00:26:38: Wie gesagt, auch bis hin zu dieser persönlichen, offenen Beziehung, die wir haben, schätze ich da... Da alles an dir gibt es keine Kreditpunkte, außer wie gesagt, der Hauptkritikpunkt, dass du mit deinem Marketing, wenn du weißt im Titel hast, das viel zu stark reduzierst.

00:26:59: Was soll ich da drauf schreiben?

00:27:01: Impact Excellence, ich habe schon nicht Performance Excellence, aber jetzt hat man schon so lange Voice Excellence.

00:27:06: Da

00:27:06: kann ich dir ja mal Marketing und Vertriebsberatung geben im Gegenzug.

00:27:11: Das ist

00:27:12: eine super Idee.

00:27:13: Ihr seht, ihr seht, das das coole ist, wenn man dann so eine lange und auch natürlich durch die Arbeit sehr tiefgehende Verbindung hat, dann kann man sozusagen sich auch noch mal gegenseitig dann befruchten.

00:27:26: Dann lernt nicht nur der eine vom anderen.

00:27:30: Gibt es noch irgendwas, was du jemanden da draußen, der jetzt den Podcast hört, empfehlen würdest?

00:27:38: Ja, also wie gesagt... Die Wiebke überhaupt nicht nur auf, wie halte ich eine Präsentation oder wie kriege ich meine Stimme geölt, bevor eine Rede zu reduzieren, sondern diese ganze Facetten zu sehen, persönliche Gespräche im Dialog sein, Verhandlungen führen.

00:27:59: Bis hin zu Familie würde ich jetzt manchmal sagen, oh Mist, wenn ich mit unseren drei Söhnen, die inzwischen alle erwachsen sind.

00:28:06: Manches gewusst hätte, was ich bei dir gelernt hätte, als die Kinder noch klein waren, hätte ich total profitiert.

00:28:16: Erziehung, Pädagogik, alles steckt da drin.

00:28:18: Also kann ich jedem empfehlen, der Spaß hat, an verbessertem menschlicher Kommunikation im allerweitesten Sinne.

00:28:27: Es ist halt ein Grundskill.

00:28:31: Ich sage immer, es müsste eigentlich in der Schule gelernt werden, gelehrt werden.

00:28:36: Selbst wenn die Kiddies es dann irgendwann vergessen und sagen, jetzt bin ich erst mal Teenager und dann fange ich das Studium an und so, aber irgendwann brauchen sie es wieder.

00:28:43: Und das ist wie Fahrradfahren.

00:28:44: Wenn du das einfach

00:28:45: gut

00:28:46: kannst, dann hilft dir das dein ganzes Leben, egal was, ob du einen Heiratsantrag machst, ob du den nächsten Shopbewerbungen los schickst.

00:28:55: Und das ist halt dieses... Ich finde es immer so schade, dass die Leute immer kommen, wenn der Schuh drückt.

00:29:02: Und dazu nicht sagen, hey, das ist ein Grundskill, den will ich mir einfach holen, das will ich einfach können, weil dann habe ich einfach es im Leben so viel leichter.

00:29:11: So ist unsere Empfehlung an alle da draußen.

00:29:16: Ja, genau.

00:29:18: Wisst ihr, was ich total inspirierend finde?

00:29:21: Dass Hannes zu dir gekommen ist, Wiebke, obwohl er ja schon, warst du da schon, Weißpräsident im Vertrieb?

00:29:29: Ja.

00:29:29: Und da hast du ja schon viele Skills gehabt, ne?

00:29:32: Und vor allem im Vertrieb, in Kommunikation und so weiter.

00:29:35: Und dass du dann trotzdem gesagt hast, ich hole mir jetzt noch einen Coach und ich möchte noch besser werden.

00:29:42: Weil diese ganzen Verhandlungsgeschichten, so wie ich das rausgehört habe, das kam ja dann erst später.

00:29:47: Wir sind ja am Anfang eigentlich nur wegen der Präsentation zu liebgegekommen.

00:29:51: Und dann hat sich so eins nach dem anderen es dann noch mit dazugekommen.

00:29:55: Und das finde ich super spannend, weil ich glaube, das machen wenige, dass sie sagen, hey, ich bin schon gut in etwas.

00:30:01: exzellent in etwas werden.

00:30:03: Und das ist, das muss man dir glaube ich auch hoch anrechnen, weil das machen glaube ich nicht viele.

00:30:09: Und was mich irgendwie interessiert Webke, als er zu dir gekommen ist, hast du dann schon direkt gesehen, wo der Schuh drückt bei ihnen sozusagen und wo du da welche Schrauben du dann drehen musst, oder kam das dann so nach und nach?

00:30:24: Na ja, du siehst natürlich schon, woran es bei jemandem hakt.

00:30:28: Und es ist auch immer so, dass jeder hat so sein Grundding.

00:30:32: So wie beim Singen singt da eine immer zu tief oder beim Hannes war es so, dass er immer so gerne so ein bisschen ... Und dann kam eben so ein bisschen der Oberlehrer raus, wo ich dann gesagt habe, du, ich glaube bei den Teenagern kommt das net ganz so sexy.

00:30:51: Ich meine, er kommt gut an.

00:30:53: Also es ist gar kein Thema, aber einfach dieses, dass man das feiner schleift, sodass das nicht mehr nötig hat.

00:31:00: Dass er einfach da steht und eine Autorität ist und gar nicht mehr irgendwie jetzt sich aufpumpen muss in Anführungszeichen.

00:31:08: Und da hat natürlich jeder Seins.

00:31:10: Die eine ist kalt wie ein Fisch.

00:31:13: Da kommt keine Emotion rüber, weil sie vielleicht auch lauter Angst hat, dass sie sich da blamiert oder was Falsches sagt oder was auch immer.

00:31:19: Das ist ganz oft bei Menschen, die da sehr kühl rüberkommen, dass man die emotional, die haben auch Angst, sich zu zeigen.

00:31:26: Ja, so nach dem Motto, Zahlen, Daten, Fakten ist gut, super.

00:31:29: Da kann mich niemand, hab ich recherchiert, ist alles gut.

00:31:31: Aber ja, nicht persönlich.

00:31:33: Gott, oh Gott, ja, nicht in die Menschen reingucken.

00:31:37: Das ist dann zum Beispiel, da musst du dann eher... Ich sag mal durch dieses Vertrauen in den Körper, in die Stimme, das langsam durchlockern.

00:31:45: Andere Menschen sind sehr demütig und sagen immer so, wer will jetzt mir zuhören?

00:31:51: Also, ich hab's oft auch bei Experten, ne?

00:31:55: Sind die super Experten, aber sie trauen, so nach dem Motto ist, ich bin doch Experte, was willst du denn?

00:32:02: Warum muss ich denn rausgehen und das jemandem sagen?

00:32:04: Ich bin doch Experte, die müssen zu mir kommen.

00:32:07: Scheiße, das weiß nur

00:32:08: keiner.

00:32:12: Oder auch eben dieses, ich will mich ja nicht aufträngen.

00:32:15: Gerade die Leute, die besonders gut sind, haben immer dieses, ich will mich ja nicht aufträngen.

00:32:21: Oh, nee, also ich will jetzt hier nicht angeben.

00:32:24: Die haben ganz oft das, dann musst du erst mal dieses, dass es kein Angeben ist.

00:32:29: Und dann hat eben jeder so Seins.

00:32:31: Ich meine, klar, ich entdecke mich in vielem auch.

00:32:35: Ich sage mal, ich war ein trainierter Zirkusgaul am Anfang und habe abgeliefert.

00:32:40: Und ich habe gut abgeliefert.

00:32:42: Aber als mich irgendwann mal jemand gefragt hat, ja, was brauchst du eigentlich?

00:32:47: Ich konnte die Frage nicht beantworten.

00:32:49: Ich konnte sie nicht beantworten.

00:32:50: Und da habe ich gesagt, das gibt es doch

00:32:51: gar nicht.

00:32:52: Ich weiß, was jeder andere braucht.

00:32:55: Aber was ich brauche, keine Ahnung.

00:32:58: Und ich sage mal natürlich, das ist in vielen Spiegel ich mich auch sehe ich mich auch und sage, okay, Und dann biete ich eben verschiedene Wege an, wie man da rauskommen kann, sei es was spielerisches, sei es einfach mal den Kopf durchzulockern.

00:33:13: Manchmal bin ich ja auch ein bisschen ketzerisch im Coaching und hau so ein Ding raus, wo jemand erst mal sagt, was?

00:33:21: Und ich sage einfach, ja, guck mal, anders denken, geh einfach anders dran.

00:33:25: Wer sagt denn, dass es so sein muss?

00:33:27: Ja, aber nix, aber probier's mal.

00:33:30: Und manchmal macht es einfach Spaß, also irgendwas rauszuhauen und dann siehst du die Reaktionen und dann denkst du, hat Spaß gemacht.

00:33:39: Also du hast ja dann schon so deine Methoden, wo du dann ganz genau weißt, okay, der ist jetzt so, wie du es gerade beschrieben hast und der andere ist zum Beispiel so partilmütig, dann weiß ich schon ganz genau, was wir da dann noch spielerisch zum Beispiel machen können, damit wir da zum Ziel kommen.

00:33:53: Ja, wobei, also ich bin ein sehr intuitiver Mensch.

00:33:57: Also es heißt, ich habe natürlich meine Ideen, wie man wohin kommt, weil ich weiß, die und die Methode funktioniert schnell.

00:34:03: Bei dem dauert es vielleicht länger und beim anderen ein bisschen kürzer, aber ich gehe immer individuell an die Person ran.

00:34:11: Also zum Beispiel, so wie Hannes sich jetzt entwickelt hat, das kann ich vorher nicht absehen.

00:34:15: Das macht er mit mir auf dem Weg.

00:34:18: Und natürlich merke ich dann, wow, jetzt ist das und das und das.

00:34:21: Da ist er schon gut gefüttert, da braucht er nichts mehr.

00:34:23: Jetzt gehen wir mal noch mal in die Ecke rein.

00:34:25: Jetzt gucken wir da noch mal hin.

00:34:27: Und so entwickelt sich das dann.

00:34:30: Wenn du sagen würdest, wie gehasset ist, gesehen, wo Hannes heute steht.

00:34:33: Nein.

00:34:34: Nein.

00:34:35: Das ist Hannes Entwicklung.

00:34:37: Aber ich begleite ihn dahin und... Solange, wie er mit mir mitläuft und mitgeht, bringe ich ihm alles, was ich kann, bei.

00:34:45: Wieso ein guter Schwertmeister?

00:34:48: Der fängt am Anfang mal mit den Grundstichen an und dann irgendwann sagt er so und jetzt beobachtest du deine Umgebung und riecht eigentlich schon, wenn irgendeiner auch nur im Gebüsch hockt und weiß schon, der kommt von da und der hat die und die Geschwindigkeit, ich muss mich so und so schnell drucken und dann geht das.

00:35:06: Das ist so eine Entwicklung und deswegen... Ich streue mich immer so ein bisschen gegen Kochrezepte, weil natürlich habe ich Kochrezepte.

00:35:15: Aber ich pass sie immer an, wie ein Koch.

00:35:18: Ich kann nicht eine Sache über alle drüber stöpen, das funktioniert nicht.

00:35:21: Vor allem sie werden dann unglücklich, weil das Individuelle muss es ja essen.

00:35:26: Also ich sage immer so, wenn deine Persönlichkeit diese Technik nicht nehmen kann, dann bringt sie dir nichts.

00:35:34: Das ist verlorne Liebesmüh.

00:35:36: Du wirst immer sagen, es muss in die Person rein.

00:35:41: Und deswegen musst du einfach auch immer gucken, wo ist denn der Weg dahin.

00:35:46: Für den einen ist es was körperliches.

00:35:48: Für den nächsten ist es ein stimmlicher Sound, dass er sagt, oh mein Gott, bin ich.

00:35:53: Der nächste muss eher sein Mindset sortieren.

00:35:57: Manchmal braucht er von mir auch nur eine Absolution.

00:36:00: Vielleicht noch eine Geschichte, was ganz oft bei super Experten ist.

00:36:04: Gerade so, ich hatte viele Datenschutzexperten und eben auch Pharma und so weiter.

00:36:09: Das sind hoch intelligente Leute, aber die haben oft das Problem, die können nicht reduzieren.

00:36:15: Das heißt, mein Datenschutzbeauftragter kam und sagt, ich habe mich hingesetzt.

00:36:20: Die Abteilung hat das und das und das.

00:36:22: Das sind forty-fünf einzel Themen.

00:36:25: Da müssen wir noch externe Leute dazu holen.

00:36:27: Okay, wie viel Zeit hast du?

00:36:29: halbe Stunde.

00:36:30: Und ich so, dann kannst du das vergessen, fünfundblutzig Sachen vorzustellen.

00:36:33: Ja, aber nein, nicht aber.

00:36:36: Die schlimmste Schublade stellst du vor und dann wissen die anderen schon, worum es geht.

00:36:40: Und von mir aus gibst du ein Handout raus, wo die fünfundvierzig anderen draufstehen.

00:36:45: Und wenn sie das Handout nicht gelesen haben, nicht vorbereitet haben, weißt du schon, mit dem brauchst du gar nicht arbeiten.

00:36:51: Und so einfach so auch diese Hilfe zu geben, zu reduzieren.

00:36:54: Also wirklich zu sagen, okay.

00:36:56: Was ist denn das Spannende?

00:36:57: Oder dann hatte ich auch was, da fing es an.

00:36:59: Ja, also wir hatten eine Chorherte von so und so und so viel Chinesen und bla bla bla und dann kam nicht so.

00:37:06: Und was geht's?

00:37:09: Ah ja, du musst, ach du, du willst Geld für deine Studie haben.

00:37:13: Okay, dann musst du ganz anders anfangen.

00:37:15: Und dass du dann zum Beispiel sagst, okay, was ist denn das Spannende?

00:37:18: Was wäre das Spannende, wenn das, was du da raussuchen willst, rauskommt?

00:37:22: Das wäre der erste Impfstoff, der bei Chinesen funktioniert.

00:37:27: So fängst du an.

00:37:28: So, das ist dein Einstieg.

00:37:30: Und dann hören die nämlich auch zu und sagen, ah, das wäre wirklich spannend, wenn das jetzt funktioniert.

00:37:36: Und dann kannst du irgendwann erzählen, wie viel Chinesen du da getestet hast oder auch nicht.

00:37:44: Ich glaube, das ist ja auch das, was dich als Expertin auszeichnet.

00:37:47: Weißt du, dass du genauer siehst?

00:37:49: Wer genau braucht was jetzt gerade und nicht einfach nur irgendeine Technik von der Stange nimmt und die auf jemanden draufprojektiert und sagt mach jetzt mal hier, ne?

00:37:57: Nach Schema X funktioniert nicht.

00:38:00: funktioniert

00:38:01: schon, aber es ist halt scheiße.

00:38:03: Also ich sag mal, dann siehst du halt die Klone immer, so nach dem Motto, ach ja, der kommt von der Schule.

00:38:09: Ach ja, der kommt von der Schule.

00:38:11: Ja, also das geht mir so bei Keynotes so, ja.

00:38:14: Wenn die dann so mit ihren üblichen Einstiegen anfangen, denke ich so, okay, das ist ein... Ah ja, der kommt von der Schule.

00:38:23: Ja, weil du immer dieselben Muster siehst und es ist langweilig.

00:38:26: Es ist einfach langweilig, weil... Dann musst du echt ein richtig geiler Performer sein, damit dich sowas dann noch kickt.

00:38:35: Ja, das ist genau diese Authentizität, die Hannes vorher gemeint hatte, die er so, von der er so begeistert war, dass du die so rausbringst, glaube ich.

00:38:42: Weil wenn man das immer dann sieht, okay, das ist alles da die gleiche Suppe, dann ja, ist das natürlich auch nicht schön.

00:38:49: Ist ja auch nicht dem Menschen... Also, was will jeder?

00:38:55: Er will in seinen Ausdruck kommen.

00:38:57: Und der ist... Einzigartig.

00:38:59: Ja.

00:39:00: Was würdest du, Hannes, denn jetzt Leuten raten, die jetzt auch vielleicht gerade diesen Podcast hören und sagen, boah, ich hab eigentlich auch so ein bisschen Problem damit.

00:39:10: oder ich muss vielleicht auch einen Vortrag vorbereiten und ich weiß gar nicht so richtig, ob ich das richtig mache.

00:39:16: Ja, was würdest du dir mir denn geraten?

00:39:18: Na ja, klar, bei der Wiebke anrufen.

00:39:23: Und um Unterstützung bitten, das ist so wertvoll.

00:39:27: Wie gesagt, auch dann nicht nur für den punktuellen Vortrag und die Aufgabe, sondern man merkt plötzlich, wie man das an verschiedenen Stellen anwenden kann und es so wertvoll ist.

00:39:37: Sehr schön, das klingt auch super gut.

00:39:39: Wie geht dann, frage ich dich noch ganz kurz, wo findet man dich denn, wenn man dich suchen möchte und deine Hilfe vielleicht braucht?

00:39:46: Du.

00:39:46: Im Internet, wie immer.

00:39:48: Einfach, weep, goose, voice, excellence.

00:39:51: Und dann werdet ihr mich schon finden.

00:39:53: Ich sage immer so, ich bin ja eine Journalistin.

00:39:56: Ich sage immer, ich hinterlasse viele Spuren.

00:40:01: Nein, oder auch, wenn er mal einen Auftritt mitbekommt oder was auch immer, sprecht mich einfach an.

00:40:07: Es ist immer so nett, wenn ich von der Bühne komme, sagen viele Leute so, boah, ich glaube, ich kann die nicht ansprechen, weil die ist so gut und die hat so eine Stimme oder so.

00:40:16: Na, und ich denke immer, was soll das?

00:40:18: Dann unterhalte ich mich mit denen und dann sind die so, du bist ja ganz normal.

00:40:23: Dann sag ich, ja, wie soll ich sonst sein?

00:40:26: Ja, so ein bisschen divamäßig oder so.

00:40:28: Kann so nicht arbeiten.

00:40:31: Und ich denke immer so, ich glaub manchmal bräuchte ich ein bisschen davon, so nach dem Motto, ich kann ohne meine weißen Lilien nicht singen oder so.

00:40:42: Nein, ich kann immer singen.

00:40:43: Ich kann auch mit dem Kopf und dem Arm singen, verdammt Tage.

00:40:46: Hahahaha.

00:40:47: Sehr schön.

00:40:48: Und um es euch natürlich noch einfacher zu machen, wie immer verlinken wir Wiebkes ganze Informationen, Kontaktinformation, Webseiten, Social-Media-Kanäle und natürlich auch E-Mail-Adresse.

00:40:58: Falls es mal brennt, da kontaktiert man sie nämlich am allerschnellsten, wie immer in den Show-Notes und falls du das Ganze gerade hier auf YouTube streamst, natürlich auch hier in der Infobox dann bist du mit einem Klick direkt bei Wiebke und kannst einfach mal ein kostenloses Beratungsgespräch mit dir auswachen.

00:41:15: Und ich sage herzlich... Danke liebe Wiebke, herzlichen Dank lieber Hannes für diese tolle Session heute.

00:41:20: Ich glaube, Hannes hat ganz, ganz, ganz viel tolle Erfahrungen mitgegeben und wir konnten einige Tipps hier an euch weitergeben.

00:41:27: Danke euch, hat Spaß gemacht.

00:41:29: Ja, finde ich auch.

00:41:30: Tschüssi und bis zum nächsten Mal.

00:41:32: Vergesst abonnieren nicht, dann werdet ihr informiert, wenn die nächste Folge rauskommt.

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